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Tamara / New York

Fotografin und Regisseurin

Tamara war damit einverstanden, uns für das Interview in Manhattan zu treffen, in der Nähe ihres Arbeitsplatzes.
 
Sie ist eine leidenschaftliche Fotografin und Filmemacherin, die nach New York gezogen ist, um um ihre Ausbildung fortzusetzen und ihre Karriere zu beginnen.
 
Von ihrer Kindheit und Jugend an, als ihr Vater sie dabei unterstützte, ihre Ziele zu verfolgen, bis New York, wo sie jetzt selbstständig lebt und in einem professionellen Umfeld agiert, erzählt uns Tamara, was ihr im Umgang mit anderen Menschen wichtig ist.
Lassen Sie sich von Tamara erzählen, wie sie ihren Traum lebt und warum andere Menschen essentiell sind, dies zu erreichen

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Wer sorgte in deiner Kindheit für dich ?

Tamara: Das ist eine sehr allgemeine Frage. Am meisten hat sich mein Vater um mich gekümmert und mich aufgezogen.

Interviewer: Kannst du mir drei Dinge über ihn sagen, Dinge, die für dich eine Bedeutung haben?

Tamara: Okay. Er ist immer für mich da. Er tut alles in seiner Macht stehende, um mir zu helfen. Er liebt mich immer bedingungslos.

Interviewer: Wie zeigt sich das? Gib mir zwei oder drei Beispiele. Du sagtest „er liebt mich bedingungslos“, was bringt dich dazu, das zu sagen, oder wie äußert sich das?

 

Tamara: Also, für mich bedeutet bedingungslose Liebe, dass jemand dich als den Menschen liebt und respektiert, der du bist, was auch immer passiert - es ist egal, was man tut. Selbst wenn man Fehler macht, kann man immer zu dieser Person zurückkommen und es ist alles in Ordnung.

Interviewer: Hast du Geschwister?

Tamara: Ja, habe ich. Ja. Ich habe zwei kleine Brüder, einen älteren Bruder und eine ältere Schwester.

Interviewer: Wie haben sie dir beim Aufwachsen geholfen?

Tamara: Ich bin zusammen mit meinen kleinen Brüdern aufgewachsen, bis ich ein Teenager war. Ich stehe ihnen sehr nahe, und später bin ich auch meinen älteren Geschwistern näher gekommen. Sie haben mir sehr geholfen und sie unterstützen mich auch sehr.

 

Interviewer: Auf welche Weise interagierst du mit ihnen? Wie helfen sie dir?

Tamara: Naja, mit was auch immer ich brauche, schätze ich. Man hilft sich gegenseitig wie Freunden.

Interviewer: Gibt es noch jemanden, der etwas bewirkt hat?

Tamara: Ich habe zwei Ex-Freunde, die immer sehr nett waren und mich unterstützt haben. Ja, ich glaube man kann schon sagen, dass die etwas bewirkt haben.

Interviewer: Erinnerst du dich an einen Moment in deiner Kindheit, als du dich in den Augen eines Anderen besonders gefühlt hast?

Tamara: Ja, immer in den Augen meines Vaters.


Interviewer: Gibt es da einen konkreten Moment oder Fall?


Tamara: Er glaubt immer, dass ich alles schaffen kann.


Interviewer: Es ist also die Zuversicht, die er zu dir hat und die er dir zeigt?


Tamara: Ja, auch wenn das nicht immer richtig ist, haha. Aber das macht es so besonders.

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Wann hattest du das Gefühl, ein erwachsener Mensch geworden zu sein und wie definierst du das?

 

Tamara: Ich glaube das erste Mal dachte ich, dass ich jetzt reifer oder erwachsener bin, als ich nach New York gezogen bin. Für mich heißt Erwachsensein, dass man Entscheidungen trifft, die nicht nur einen selbst betreffen, wenn das Sinn macht?

 

Interviewer: Was sind deine schönen Erinnerungen an die Kindheit? Welche Unterschiede gibt es zwischen damals und jetzt?

 

Tamara: Ich bin dankbar für meine gesamte Kindheit - mit ihren Hoch- und Tiefpunkten. Ich glaube nicht einmal wirklich, dass es schlechte Zeiten gab, ich denke, dass alles einem irgendwie etwas lehrt - man sollte also auch für diese Momente dankbar sein. Also ja, ich denke nicht, dass ich sagen würde, dass ich etwas nicht gewollt hätte oder dass irgendwas anders gewesen wäre.

Wie würdest du dich entscheiden zwischen autonom sein und umsorgt werden ?

Tamara: Inwiefern autonom?

Interviewer: Autonom, im Sinne davon, dass du die Dinge selbst in die Hand nimmst und für dich sorgst. Du musst dich um dich selbst kümmern, aber du kannst tun, was immer du willst. Umsorgt werden ist, wenn jemand dir gibt, was du brauchst oder dir Zuneigung gibt und solche Dinge. Wohin führt dich dein Herz? Was würdest du grundsätzlich bevorzugen?

Tamara: Ah, ich verstehe. Naja, ich glaube man hat definitiv eine Vorliebe und für mich wäre das, eher allein und autonom zu sein. Im Endeffekt braucht man in der Realität trotzdem Menschen, die einem helfen, man braucht sie, weil man nicht alles alleine schaffen kann. Das ist die Realität.

Hat sich in der letzten zeit irgendwas verändert, von dem du denkst, dass es dich zu einem besseren Menschen gemacht hat ?

 

Tamara: Nein. Ich weiß nicht.


Interviewer: Warst du schon von Anfang an gut?

Tamara: (Lacht)


Interviewer 2: Sie war schon immer gut.

Interviewer: Es gab also keinen Moment, in dem du gesagt hast „Ich bin froh, dass ich meinen Weg gegangen bin“ oder „Ich bin froh dass ich diese eine Sache nicht mehr mache, und das macht mich zu einer besseren Person“.

Tamara: Okay. Naja, natürlich gibt es Dinge über die ich glücklich bin. Vielleicht kann ich mich nur nicht mit dem Begriff „bessere Person“ anfreunden, denn das würde implizieren, dass ich vorher keine gute Person war und ich weiß nicht einmal, ob ich jetzt eine gute Person bin. Der Ausdruck ist ein bisschen seltsam für mich. Ja, ich bin definitiv froh, dass ich jetzt in New York leben und arbeiten kann, und ja, darüber bin ich wirklich glücklich.

Interviewer: War das ein Zug, den du selbst entschieden und organisiert hast?

Tamara: Naja, das kann man nicht wirklich sagen - nochmal, ich bin das nicht alleine. Ich hatte eine Menge Unterstützung. Ich habe zum Beispiel ein Stipendium bekommen - ein Fulbright- Stipendium - das es mir erlaubt hat, in die USA zu kommen und hier zu studieren. Und mein Vater hat mir sehr viel geholfen, man muss ja schließlich auch essen und irgendwo leben. Und den restlichen Anteil der Studiengebühren bezahlen.

 

Mein Vater hat mich sehr viel unterstützt. Nicht nur finanziell, auch emotional. Ich kann ihm immer erzählen, wie toll oder beschissen mein Tag war. Dann gibt es da noch alle anderen, die mir mit Bewerbungen geholfen haben, mit all den Essays oder was auch immer ich schreiben musste, die mich einfach unterstützt haben. Also ja, ich hatte eine Menge Hilfe von Freunden und meiner Familie.

Interviewer: Wie lange ist es her, dass du nach New York gezogen bist?


Tamara: Im September sind es zwei Jahre.


Interviewer: Also erst relativ kürzlich.


Tamara: Ja. Ich kann jetzt nicht mehr anderthalb Jahre sagen, es sind jetzt etwa zwei.

Was macht dich schön?

 

Tamara: Ich weiß nicht. Interviewer: Was denkst du?

Tamara: Ich denke dass Schönheit eine Wahl ist, die der Betrachter trifft. Wenn ich zum Beispiel finde, dass eine bestimmte Person schön ist, gibt es jemand anderen, der das nicht so sieht. Und beide Antworten sind korrekt, denn es sind Meinungen. Und jeder hat eine andere. Wenn du also zum Beispiel sagst, dass ich schön bin, dann ist das dein persönlicher Eindruck. Ich denke, dass das immer davon abhängt, wer dir gerade gegenübersteht, weißt du? Ich kann diese Frage also nicht wirklich beantworten.

Interviewer: Definierst du Schönheit eher als eine körperliche Eigenschaft oder als eine haltungsbezogene Eigenschaft?

Tamara: Für mich geht es da immer eher um eine bestimmte Haltung. Man kann natürlich auch sagen, dass es hier um etwas körperliches geht, aber dann würde ich eher davon sprechen, dass jemand gut aussieht oder hübsch ist, aber nicht von Schönheit. Schönheit kommt von innen, es ist ein bestimmter Charakter oder die Art, wie eine Person sich ausdrückt oder was sie tut. Wenn jemand schön ist, dann hat diese Person für mich auch etwas Magisches an sich.

 
 
 
 
 

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Fallen dir drei Objekte ein, die deine Freunde mit dir verbinden würden ?

Tamara: Kannst du mir ein Beispiel geben?

Interviewer: Ich erinnere mich an eine Freundin. Jeden morgen um etwa 11 Uhr hat sie eine Dose Cola geöffnet und getrunken. Das war morgens eine Art heiliger Moment für sie, um eine Pause von der Arbeit zu machen.

Sie ist leider verstorben; Das war sehr traurig. Als wir im Nachhinein über sie gesprochen haben, sagte jeder „Weißt du noch, als sie jeden Morgen ihre Dose Cola mitgebracht hat?“. Das war ein Teil davon, was sie repräsentiert.

Es kann etwas sein, das mit dir zu tun hat, also zum Beispiel auch deine Charaktereigenschaften. Wenn jemand gerne Skateboard fährt und wie wild über die Bürgersteige fährt, dann hat er vielleicht ein Skateboard als Objekt, das ihn repräsentiert, aber das ist wirklich offen. Denk vielleicht einfach einen Moment drüber nach und behalt es im Hinterkopf. Wir kommen dann später darauf zurück.

 

Tamara: Vielen Dank.

Fü was bist du bei deinen Freunden bekannt? Was sagen sie dir über dich selbst?

Tamara: Also, ich glaube, ich kann sehr stur sein und ein Perfektionist, das kann sehr nervig sein, und alles muss immer auf eine ganz bestimmte Art sein.


Ich kann sehr leicht vergeben und Dinge klären, aber auf der anderen Seite kann ich auch sehr schnell weiterziehen wenn etwas einfach nicht funktioniert.

Interviewer 2: Ich hab’s dir gesagt, sie ist sehr direkt.


Interviewer: Ja, das habe ich gehört (lächelt).


Tamara: Ja, das war so „Wie viele Fragen hast du für anderthalb Stunden?“ (Lacht)

Interviewer: Nein, es kommt wirklich drauf an. Manche Fragen können ein sehr weites Feld öffnen. Wenn du eine Geschichte erzählen willst, kann das eine Weile dauern. Für mich ist es nur wichtig, dass das Interview in einem Tempo geführt wird, das für dich in Ordnung ist.

Tamara: Richtig. Ja. Ein Redakteur hat mich mal gefragt „Oh, kannst du nicht mehr schreiben? Warum sind deine Antworten so kurz?“ Das wurde mir auf jeden Fall in der Vergangenheit schon gesagt, aber es ist einfach so: Das sind die Antworten, die ich geben will, weißt du?

Was war das letzte Geschenk, das du jemandem gemacht hast ?

Tamara: Vor zwei Tagen - ein großer Blumenstrauß, ein leeres Buch und ein kleiner Teddybär. Ich habe die Sachen meiner Freundin Sigin geschenkt, weil sie mir geholfen hat, als ich aus Deutschland zurückgekommen bin. Sie hat mich für eine Weile bei sich wohnen lassen, als ich noch keine Wohnung hatte. Ja, sie hat mir sehr geholfen. Und ich wollte mich bedanken. Ja. Sie schreibt gerne, also habe ich ihr ein leeres Buch geschenkt, damit sie etwas rein schreiben kann.

Interviewer: Wenn wir mal zu der Frage mit den drei Gegenständen zurückkehren - wenn du an drei Objekte denkst, die deine Freunde mit dir verbinden würden, und warum sie diese mit dir verbinden würden, ist dir vielleicht eine Idee gekommen?

Tamara: Kennst du Family Guy, die TV-Serie?


Es gibt eine App oder so, wo man sich seine eigenen Charaktere erstellen kann, man kann ein „Family Guy“ werden. Das ist so lustig, das solltest du dir echt mal anschauen. Ich habe das mit zwei Freunden gespielt. Wir haben angefangen, unsere Charaktere selbst zu erstellen, aber dann ist uns eingefallen, dass wir das gegenseitig für uns machen sollten. Mein Charakter hatte dann nur schwarze Klamotten an.

Das wäre vielleicht etwas, das man mit mir assoziieren könnte. Ja, das ist das Einzige, was mir eingefallen ist.

Interviewer: Das ist süß. Schwarz ist die Farbe der Fotografen, weil sie sich dann nicht in ihren Bildern spiegeln. Hast du sie dir deswegen ausgesucht?

Tamara: Nein, haha. Ich fühle mich einfach wohl in schwarz. Es ist angenehm, aber trotzdem elegant, es ist einfach, aber trotzdem bestimmt.

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Was fällt dir schwer, wenn du morgens aufstehst ?

Tamara: Ich glaube für mich ist das Einschlafen manchmal am schwersten, ich bin ein Nachtmensch.


Ich meditiere nicht. Ich habe keine Rituale, ich wache also einfach auf, gehe duschen und verlasse das Haus. Das war’s dann auch schon.

Was ist der angenehmste Moment, den du regelmäßig an einem Tag oder in einer Woche erlebst ?

 

Tamara: Ich glaube ein guter Moment ist, wenn ich etwas erreicht habe. Wenn ein neuer Job auf mich zukommt oder ich einen anderen fertiggestellt habe, oder manchmal ist es auch einfach nur eine schöne Nachricht von meiner Familie oder meinen Freunden.

Was macht dich glücklich, wenn du etwas mit jemandem unternommen hast ?

Tamara: Kannst du mir ein Beispiel geben?

Interviewer: Naja, ich mag zum Beispiel auch Fotografie. Wenn ich ein Shooting mit einem mit einem Model hatte, ist für mich die Interaktion mit dieser Person sehr befriedigend, weil es ein Gemeinschaftsprojekt ist. Was mich zufrieden stellt, ist, wenn ich die Freude sehe, die ich auch beim Model erzeugen konnte. Es ist also nicht einseitig. Dieser gute Austausch, der nicht nur einseitig funktioniert, ist eine Sache, die mich glücklich macht. Das wäre mein Beispiel für diese Frage.

Tamara: Fotoshootings haben mich auch glücklich gemacht, jetzt sind es Filmdrehs - sehr sogar!

 

Auf der anderen Seite, was macht dich traurig ?

 

Tamara: Ich denke, ich kann sehr gut mit Kritik umgehen, wenn mir jemand sagt, warum er oder sie etwas nicht mag. Womit ich nicht gut umgehen kann, ist, wenn jemand gemein ist, also wenn es keinen Grund gibt, jemanden zu beleidigen oder böse auf etwas zu sein, weil diese Menschen ein Problem mit sich selbst oder jemand anderem haben, sie haben Angst und sind unsicher. Ich glaube, das macht mich traurig. Manchmal kümmert es mich auch nicht. Es kommt auf die Person an.

Was ist deine liebste Tradition?

 

Tamara: Weihnachten. Da verbringe ich immer Zeit mit meiner Familie. Es gab auch schon Jahre in denen ich nur mit meinem Vater gefeiert habe, das war auch sehr schön.


Die Weihnachtsferien sind die einzigen Tage im Jahr, an denen niemand einen mit irgendetwas belästigt, wirklich. Man kann einfach nur essen und trinken soviel man will.

Was beruhigt dich im Umgang mit anderen Menschen oder was macht dich nervös ?

 

Tamara: In meinem Privatleben?

 

Interviewer: Wenn du mit anderen Menschen interagierst, ob privat oder professionell, was auch immer Sinn für dich macht.

 

Tamara: Naja, auf der professionellen Ebene ist das was ganz anderes. Solange jeder seinen Job macht, fühle ich mich wohl. Auf der persönlichen Ebene mag ich es nicht, wenn Leute jemanden aufgrund seiner Kleidung oder seines Aussehens verurteilen. Es beunruhigt mich nicht, ich finde nur, dass es sehr viel über die Person aussagt, die diese Dinge sagt.

Was würde dich nervös machen oder dich beunruhigen ?

 

Tamara: Naja, ich glaube einfach, dass Menschen, die es so sehr kümmert, wie jemand aussieht, haben einfach keine Persönlichkeit, mit der ich übereinstimme, oder mit der ich klarkomme. Ich glaube, das drückt es besser aus.

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Wer kümmert sich um dich?

 

Tamara: In Bezug auf was?

 

Interviewer: Wenn du einfach im Alltag irgendetwas brauchst, wenn du mal Hilfe brauchst, zu wem kannst du gehen und wer hilft dir aus, wenn es denn überhaupt jemanden gibt?

 

Tamara: Naja, finanziell sorge ich mich selbst um mich. Falls das die Frage ist.

 

Interviewer: Ja, du bestreitest deinen Alltag im Moment also so ziemlich eigenständig. Du hast sicher Beziehungen, aber nicht in der Art, dass man zusammenlebt und sich gegenseitig um sich kümmert?

 

Tamara: Ah, ich verstehe. Nein, ich bin Single.

Wer sind die Menschen, um die du dich kümmerst ?

Tamara: Naja, ich habe keine Kinder, also in der Hinsicht würde ich sagen, dass ich mich um niemanden kümmere.

 

Was ist deine Superkraft, und wie setzt du sie ein ?

Tamara: Mir wurde gesagt, ich sei sehr überzeugend. Ja, ich glaube das ist meine Superkraft.

Wie würdest du die Farbe Gelb einer blinden Person erklären? ?

Tamara: Naja, sie kann ein Warnsignal sein, kann aber auch eine sehr helle und warme Farbe sein. Ich glaube, das ist eine Frage der Perspektive.

 
 
 

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Glaubst du, oder denkst du, dass es irgendwo gerade jemanden gibt, der etwas richtig macht ?

Tamara: Definitiv. Jeder Mensch macht etwas richtig.

Wenn du einen Zauberstab hättest und du könntest etwas rückgängig machen, das in der Vergangenheit passiert ist, in deiner, oder allgemeiner gesagt, in der Vergangenheit der ganzen Welt, was wäre das ?

 

Tamara: In der Vergangenheit der ganzen Welt?

 

Interviewer: In der ganzen Welt. Irgendetwas, das du rückgängig machen würdest, wenn du es könntest?

 

Tamara: Naja, ich glaube Kriege sind immer etwas, das ich rückgängig machen würde, wenn ich könnte, und ich würde versuchen, sie in der Zukunft zu verhindern. Es sterben so viele Menschen. Ich glaube nicht, dass es irgendeine Rechtfertigung dafür gibt. Deutschland ist ja das beste Beispiel.

 

Und im Bezug auf mein eigenes Leben gibt es nichts, das ich ausradieren würde, denn ich glaube, das verhält sich wie ein Puzzle. Man erhält nur das ganze Bild, wenn keine Teile fehlen.

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Wo siehst du dich selbst in den nächsten Jahren ?

 

Interviewer: Eher im allgemeinen Sinne, nicht unbedingt im geografischen Sinne. Was willst du später mal machen oder wo könntest du stehen, damit du glücklich bist?

Tamara: Genau hier in New York. Ich glaube, das würde mich sehr glücklich machen.

 

Interviewer: Du hast hier also dein Zuhause gefunden?

 

Tamara: Ja, ich glaube schon.

 

Interviewer: Was begeistert dich daran am meisten? Was ist das größte, das du daraus ziehen kannst?

 

Tamara: Ich mag die Menschen, die hier leben. New York ist eine Stadt mit großer Vielfalt, das macht es so interessant und angenehm. Die meisten Menschen akzeptieren einen, wie man ist, und das bewundere ich sehr. Ich finde das großartig und denke, so sollte es sein. Man hat natürlich immer irgendeine Verantwortung, aber ich würde sagen, dass es eine sehr freie Stadt ist.

 

Interviewer: Ich habe mal ein Schild gesehen, auf dem stand „Warum soll ich eine Therapie machen, wenn ich einfach in New York leben kann und so komisch sein kann, wie ich will?“ Das fand ich sehr schön.

 

Tamara: Ja, das ist sehr gut. Es gibt da noch eine andere Werbung (von Seamless), nicht so gut wie deine, aber sie sagt etwas von wegen „Wir liefern amerikanisches Essen.“ Und dann chinesisch, vietnamesisch und so weiter, all diese verschiedenen Nationalitäten. Ich fand das schön, weil New York im Endeffekt genau dafür steht, diese Vereinigung von ganz unterschiedlichen Menschen und Kulturen.

 

Interviewer: Ja, das ist wirklich cool. Soweit ich das hier sehe, ist es wirklich ein riesiger Schmelztiegel. Ich teile deine Begeisterung für all die Möglichkeiten, die es hier gibt, und die Art, wie die Menschen zusammenleben. Es sind sehr verschiedene Lebensarten, aber alles wird zu einem Ganzen, in Bezug auf soziale Klassen, auf Einkommensklassen, auf Ethnizität und auf Lebensweisen. Das ist einfach ein wunderbarer Ort dafür.

 

Tamara: Ja, da stimme ich dir zu.

 

Interviewer: Lebst du deinen Traum? Das klingt auf jeden Fall ganz danach.

Tamara: Naja, selbst wenn ich nicht in New York bin, fühle ich mich da gut, wo ich bin, wenn das Sinn ergibt. Aber natürlich, es gibt schon irgendwie einen bestmöglichen Ort wo jemand sein kann, oder wo ich sein könnte. Ja, das ist definitiv hier, wo ich genau jetzt bin.

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Hast du eine bestimmte Botschaft an die Menschen, die dieses Interview lesen ?

Tamara: Ich finde, es ist wichtig, anderen Leuten immer mit Respekt zu begegnen und freundlich zu ihnen zu sein.
Weil das kürzlich passiert ist, beziehe ich mich mal auf Kate Spade. Ich glaube man kann sagen, dass sie einfach nicht mehr leben wollte. Ich habe einen Artikel gelesen, in dem stand, dass die Welt sehr hart ist und dass man gut miteinander umgehen sollte. Ich mochte diese Aussage. Es macht keinen Sinn, grausam zu sein.

Welches Gefühl würdest du den Lesern dieses Interviews mit auf den Weg geben? Was soll ihnen im Gedächtnis bleiben ?

Tamara: Ich glaube, egal was man hört oder sieht, es gibt immer etwas, das man für sich selbst davon mitnehmen kann, wo man sagt, ja, der Meinung bin ich auch. Oder man sagt, nein, das macht für mich keinen Sinn. Ich denke, es ist toll, wenn man aus jeder Situation etwas ziehen kann. Wenn nicht, ist das natürlich auch in Ordnung. Jeder sollte seine eigene Meinung haben können.

Ich hoffe, ich habe die Zeit der Leser nicht zu sehr verschwendet, haha.

 

Interviewer: „Jetzt, da ihr alles gelesen habt - wenn es euch nicht gefällt, macht es wieder ungelesen“. (Lacht) Nein, ich finde das macht wirklich Sinn. Vielen Dank dafür.

 

Tamara: Sehr gerne. Danke dir.

 

Interviewer: Vielen Dank, dass du die Einladung angenommen und unsere Fragen beantwortet hast, und dass du dir die Zeit genommen hast, hierher zu kommen. Das bedeutet uns sehr viel.

 

Tamara: Natürlich. Ich finde es großartig, was ihr macht.

 

Interviewer 2: Falls du durch bist, hätte ich noch eine letzte Frage, weil ich von ihrer Leidenschaft für die Fotografie weiß. Ich würde es ihr gerne mit einer Frage ermöglichen, mit klaren Worten zu erklären, warum sie nach New York gekommen ist, warum sie New York Deutschland vorzieht, denn es ist nicht gerade typisch, die Stärke zu haben, alleine aus Deutschland auszuwandern. Es muss also etwas gegeben haben, das sie gepackt hat. Ich würde ihr einfach gerne die Chance geben, ihre Leidenschaft für die Fotografie auszudrücken, denn ich weiß, dass sie eine Perfektionistin ist und kenne ihre Arbeit. Und die ist sehr einzigartig und exklusiv. Falls sie also möchte, sollten wir ihr die Gelegenheit geben, etwas dazu zu sagen.

 

Tamara: Um ehrlich zu sein, bin ich im Moment gar nicht so stolz auf meine Fotografie. Ich bin eher stolz auf das, was ich gerade beim Film erreiche und ich bin dankbar, in vielen Produktionen mitwirken zu können.
Ich hatte letzten Monat ein Interview für ein Fotografie-Magazin und die haben genau diese Fragen gestellt, warum ich denn nach New York gezogen bin. Und was das mit der Fotografie zu tun hat. Ich finde es vollkommen gerechtfertigt, diese Fragen zu stellen, ich sage nur, dass die heutigen Fragen sehr abwechslungsreich und interessant waren.

 

Interviewer 2: Du siehst das Lächeln auf meinem Gesicht, ich bin zufrieden mit dem Ergebnis. Super!

 

Interviewer: Danke.

 

Tamara: Natürlich, vielen lieben Dank.

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